Wo die Inkas weinen…

Das Wochenende stand schon bald wieder vor der Tür, bei so vielen Klettersessions geht das echt schnell. Der Donnerstag war als Vorbereitungstag für unseren Klettertrip nach „Inka Waqanqa“ geplant. Stellten wir uns am Mittwochabend noch die Frage, was wir denn den ganzen Tag so vorbereiten, so wurde dies bald beantwortet. Während einige von uns morgens in die Stadt mit einigen CAWAY-Mitgliedern zum Einkaufen gefahren sind, machte Toby sich auf die Socken, um die Expeditionspostkarten loszuschicken. Bei über 100 Stück hatte er da einige Briefmarken aufzukleben. Mal schauen, wann sie bei euch im Postkasten landen und ob denn alle ankommen. Der Rest des Teams baute derweil unsere Zelte mal zur Probe auf und sortierte Material. Das Einkaufsteam kehrte am frühen Nachmittag mit unzähligen Tüten unbekannten Inhalts bepackt ins Hostel zurück und berichtete, dass an verschiedenen Ständen Obst und Gemüse gekauft worden war: eine Paprika hier, drei Papayas dort, 20 Orangen nebenan. Als das Essen in vier (!) Holzkisten und unsere sechs Seile und die vielen Exen in den Duffels verstaut waren, futterten wir uns gemeinsam im „El Fogon“-der Polleria unseres Vertrauens- satt.

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Der nächste Morgen begann früher als sonst. Leider verzögerte sich die Abfahrt etwas, da der Kleinbus auf solche Berge von Gepäck nicht ausgelegt war. Nach einigen Diskussionen (Was braucht weniger Platz, Seile oder Crashpads?!) wurde dann einfach beschlossen, alles auf’s Dach zu packen und so konnten wir als überdimensionaler Maulwurfshaufen losschaukeln. Unsere Rucksäcke waren, im Gegensatz zu einem der Crashpads, glücklicherweise durch ein Netz gesichert und so konnten wir bei jedem Straßenhubbel – und davon gibt es reichlich – in unserem Schatten überprüfen, ob noch alles da ist. Die Fahrt über das weite Andenhochland mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund ist wunderschön! Trotzdem freuten wir uns, als wir in „Inka Waqanqa“ (wörtl. „wo die Inkas weinen“) ankommen: die einen über die unglaublichen Felsen und die anderen über die Esel, Hühner und Schweinchen im Camp. Das Camp kann man wohl am ehesten noch als spartanisch bezeichnen. Gleich am Eingang wird man von einem Skelett (Esel?) begrüßt und auch sonst sollte man einen entspannten Umgang mit den allgegenwärtigen Knochen haben (Schulterblätter geben ja auch praktische Schaufeln ab). Nach dem Aufbauen der Zelte ging es auch schon an die darübergelegenen Felsen. Während die einen sich an den Plattenklettereien die Zähne ausbissen, genossen die anderen unglaubliche Wabenstrukturen ein paar Meter weiter. Auch wenn man beim Schnaufen deutlich merkt, dass die Felsen auf über 4000m liegen, konnten wir die Kletterei in vollen Zügen genießen und viel zu schnell ging die Sonne unter und es wurde saukalt. Unten im Camp wurden wir mit einem luxuriösen Abendessen aus Suppe und gebratenem Fisch mit Gemüse und Reis verwöhnt. Nachdem wir Konsti‘s Tipp zum Lagerfeuer aus getrockneten Kuhfladen (funktioniert in Nepal ja auch) aus Rauchgründen wieder verworfen und Holz gesammelt hatten, konnten wir den Tag auch gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Nach einer Nacht unter einem unglaublichen Sternenhimmel, weckte uns die Sonne pünktlich zum Frühstück am nächsten Morgen. Vormittags probierten wir die Wabenstrukturen der Felsen an anderer Stelle aus und konnten uns so richtig austoben! Nachmittags machten einige noch einen Abstecher auf die „Gipfel“ der Felsen und entdeckten dort eine riesige Spielwiese bizarr geformter Felsblöcke, auf denen es sich herrlich herumklettern lässt. Das Abendessen fällt nicht weniger lecker und feudal aus als am Freitag und so essen wir uns richtig satt. Bei 17 Personen im Küchenzelt wurde es auch schön warm und so ließ es sich bis zum Schlafengehen gut aushalten. Um den Sternenhimmel festzuhalten, standen Toby und Lea um kurz vor 3 Uhr auf, um einige Fotos zu machen. Kalt, aber sehr schön!

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Das Aufstehen am nächsten Morgen fiel dementsprechend etwas langsamer aus uns so brauchte es doch einige Zeit, bis die Zelte abgebrochen waren und wir noch ein letztes Mal zum Wandfuß aufstiegen. Leider blieb nicht mehr so viel Zeit zum Klettern, bevor der Van uns abholte und das Gepäck-Tetris von neuem anfing. Doch die Verkehrsregeln sind in Peru nicht besonders streng und so geht ein Wassereimer durchaus als Sitz durch und der Platz im Bus reichte für alle aus. Die Heimfahrt war wesentlich schläfriger als die Hinfahrt, doch einige genossen die Abendsonne, die die Landschaft noch schöner färbte. Die Stadt ist nach den Tagen im Freien überraschend laut und voll und so waren wir froh nach einem schnellen Abendessen und der allüberfälligen Dusche (Achtung Schlammlawine) ins Bett gehen zu können.

Die nächsten Tage werden wir noch für weitere Klettersessions nutzen, bevor wir nächstes Wochenende ein weiteres Klettergebiet erkunden. Ihr dürft also gespannt sein!

¡Hasta luego!

Euer AbenteuerAnden-Team.

Alltag in Huaraz

Nach zwei durchaus gut gefüllten Kurstagen mit den Kids aus Huaraz, den ersten kleinen Anflügen eines grippalen Infekts bei diversen Teammitgliedern und nach den schier nicht endenden, neuen Eindrücken, hatten wir uns am Mittwoch eine kleine Pause verdient. Da wir doch alle schwer geschafft waren und die gemeinsame Entscheidungsfindung von Beginn an nicht unsere größte Stärke war, gestaltete sich die Suche nach einem passenden „Ruhetagsprogramm“ doch ein wenig schwieriger als erwartet. Wir einigten uns auf eine kleinere Wanderung zu den heißen Quellen kurz hinter Huaraz, wobei wir einer archäologischen Ausgrabungsstätte (Willkaiwan) zuvor noch einen Besuch abstatteten.

Lea blieb aufgrund ihrer Erkältung im Hostel und schrieb unermüdlich Adressen auf  unsere Postkarten. Der Weg führte uns von unserem Hostel „La Casa de Maruja“ über einige Treppen und einen Pfad in östlicher Richtung den Hang empor. Die Umgebung wurde mit jedem Schritt ländlicher, die Häuser wurden einfacher, die Kleidung der Menschen traditioneller, die Hunde aggressiver und die Blicke der Bewohner in unsere Richtung verwunderter. Nach etwa eineinhalb Stunden erreichten wir die Ausgrabungsstätte. Jhon, der hauptberuflich als Tourguide arbeitet und gleichzeitig Archäologie studiert, brachte uns sehr professionell die Geschichte der Ruine und Peru’s näher. Wir besichtigten eine ca. 1400 Jahre alte Anlage, welche vermutlich als Mausoleum diente. Nach einer sehr informativen Führung und einer langgezogenen Pause marschierten wir weiter nach Norden und passierten nach einem kleinem Abstieg ein Fußballfeld. Da die meisten von uns keine sehr begabten Fußballspieler sind, wurde der Vorschlag von Jhon, beim Fußball mitzuspielen doch relativ schnell verworfen. Nachdem wir einem kleinem Gegenanstieg und ein kleines Dorf passiert hatten, eröffnete sich ein wunderschöner Ausblick auf die riesigen Berge der Cordillera Blanca: Huandoy, Huascaran und Chopicalqui. Ja, man munkelt, dass die Landschaft hier schön ist…

Der Weg führte uns an den Wasserkanälen für die Bewässerung der Felder vorbei und schon konnten wir hinunter auf die heißen Quellen sehen. Nach weiteren zwanzig Minuten kommen wir unten bei den Quellen an und uns wird nach dem notdürftigen Stillen des exorbitant großen Hungers relativ schnell klar, dass wir die heißen Quellen doch bei etwas kühleren Temperaturen bevorzugen würden. Das „colectivo“ war relativ schnell organisiert und nach einer Einheit zum Thema „schnell Einsteigen“ erreichten wir etwa zehn Minuten später die Kreuzung vor dem Hostel.

Nachdem das Wohlbefinden der gesamten Mannschaft durch das Duschen wiederhergestellt war, machten wir uns gemeinsam auf den Weg in die Stadt und lernten dabei noch, dass Taxifahren mit sechs Leuten im Taxi durchaus gut möglich ist. In der Stadt angekommen war erst einmal die Suche nach einem geeigneten Restaurant angesagt. Kurze Zeit später fanden wir uns alle in einem der zahlreichen Etablissements wieder und wir genossen die bemerkenswert schmackhafte und würzige Küche Perus.

Am Donnerstagmorgen fuhren wir nach anfänglichen Schwierigkeiten, da der Taxifahrer unser bevorzugtes Ziel wohl irgendwie doch nicht kannte, in die Stadt. Nachdem wir eine Bäckerei leergekauft und auf dem Unigelände an der Boulderwand gefrühstückt hatten, starten wir mit der „climbing clinic“. Zum ersten Mal stand heute das Klettern am Seil auf dem Plan und nachdem wir einige zusätzliche Griffe in die Wand geschraubt hatten, lief die Sache auch schon wie geschmiert. Nach einiger Zeit wurden die Kinder immer mutiger und zwei der Kids probierten sich schon im Vorstieg.

Der Freitag gestaltete sich ähnlich wie die anderen Kurstage. Nach der Morgensession genehmigten wir uns in der Mittagspause ein „Menú del dia“ und um drei Uhr mittags ging es dann weiter mit den Kursen. Während ein Teil bei den kleineren Kindern mit vielen Spielen und spielerischem Erklären in teils gebrochenem Spanisch versuchte, das Bouldern und Klettern kinderfreundlich zu vermitteln, gaben die anderen bei den Erwachsenen und Jugendlichen ihr Bestes.

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# Vielen Dank an Tendon

Lena, Lea und Maike verließen uns an diesem Tag etwas früher, um für ein typisch deutsches Abendessen einzukaufen. Abends gab es dann Spinatknödel mit Weißkraut und Rahmsoße. Angesichts der Tatsache, dass wir komischen Deutschen die Karotten roh und die Kartoffeln ungeschält essen, war es nicht sehr verwunderlich, dass wir vor dem Abendessen etwas belächelt wurden. Natürlich nur auf eine sehr freundschaftliche Art und so war der Abend ein gelungener Abschluss einer sehr ereignisreichen Woche.

Was wir am Wochenende so getrieben haben, erfahrt ihr in wenigen Tagen.

Euer AbenteuerAnden-Team.

Biwakschachtel Tübingen & Icebreaker

Uiuiuiui, der Countdown bis zum Abflug am Donnerstag (MORGEN!) läuft. Höchste Zeit, euch noch jemanden vorzustellen, ohne den wir jetzt nicht ganz so entspannt wären. Die Rede ist von denjenigen, die uns bei allem, was wir sonst noch so an Material und Einzelstücken gebraucht haben geholfen haben und kein Problem damit hatten, dass wir auch kurz vor Abflug noch gaaaaaanz dringend einen Hüttenschlafsack, Stöcke, eine Isomatte, eine Regenjacke, Boxershorts, Eisschrauben, Wasserfilter, Regenjackenimprägnierung und, und, und gebraucht haben. Die all das sogar direkt da hatten oder innerhalb kurzer Zeit organisieren konnten. Die uns unsere megahammercoolen Teampullis und -Shirts besorgt, bedruckt und zusammen mit Icebreaker gesponsert haben. Bei denen man auf dem Weg ins Büro wahrscheinlich über eine kleine scheue Katze stolpert und nie ohne eine Kiste nach Hause geht, welche die Transportmöglichkeiten eines Fahrrades deutlich übersteigt. Alle Tübinger Leser wissen jetzt vielleicht schon, von was die Rede ist: nämlich von der Biwakschachtel, einem Bergsportladen mitten in der Tübinger Altstadt. Wer also mal durch’s schöne Tübingen schlendert, dem sei ein Besuch in der Marktgasse empfohlen. Und wer da dann auf 200m nicht das gewünschte findet (was wir uns ehrlich gesagt nicht vorstellen können), der kann mal ein paar Meter weiter im Outlet suchen und ganz nebenbei eine der schönsten Ecken der Altstadt erkunden, von welcher die Biwakschachtel immerhin seit 1985 fester Bestandteil ist.
Wenn ihr jetzt leider nicht in Tübingen seid, dann könnt ihr auch ganz gemütlich vom Sofa aus durch den (Online-) Laden schlendern. Also egal, ob ihr was Neues braucht, eure alten Sachen reparieren lassen wollt, oder lieber doch nur Ausleihen wollt für’s erste Mal, schaut doch mal bei der Biwakschachtel vorbei:
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Wir wollen auf jeden Fall einmal ein ganz großes DANKESCHÖN an das Biwakschachtel-Team loswerden. Das gilt insbesondere für Nina und Andi, welche uns jederzeit tatkräftig zur Seite standen, alles organisiert haben und unser Material in ihrem Büro gebunkert hatten, bis auf dem Rad mal wieder ein Plätzchen frei war! Ihr seid spitze und eure Laden auch! Danke, dass wir euch zu unseren Sponsoren zählen dürfen!
Euer AbenteuerAnden-Team 🙂

 

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Wallis-Action

Yeah, endlich war es soweit. Das Wetter im Hochtouren-Mekka „Wallis“ war zwar nicht mega perfekt gemeldet, aber immerhin mit am Besten im ganzen Alpenraum. Somit konnten wir unser letztes Vorbereitungswochenende (05.-07.07.) endlich dazu nutzen wirklich mal auf „Hochtouren“ zu kommen 😛

Nach einigen Alternativvorschlägen stand unser Ziel fest. Der Dom, mit 4545m der höchste innerschweizer Berg, sollte es sein. Freitags Anreise und Aufstieg zur Domhütte, Samstag Akklimatisierungstour auf die Hohgwächte 3740m und Sonntag Aufstieg zum Dom und alles wieder runter. Klingt ambitioniert? War es auch 😀

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Hinten v.l.n.r.: Toby, Bianca, Jenny, Mo, Maike. Vorne v.l.n.r.: Konsti, Jens, Lea, Lenka.

Wir reisten in zwei Gruppen an, der Freiburger „Westflügel“ mit  Jenny, Lenka, Mo, Toby und Maike und die Ulmer „Ostfraktion“ mit Lea, Bianca, Konsti und bei Konstanz aufgegabeltem Jens.

Da wir von den Biwakplänen, zwecks relativ sicherer Gewitterentwicklung absahen, ließen wir es uns nicht nehmen wenigstens „Selbstverpflegung“ auf der Hütte zu betreiben. Also wurde Pesto in nicht ganz auslaufsichere Tüten gefüllt, Couscous verpackt und weitere delikate Snacks den Berg hochgehieft. Man gönnt sich ja sonst nichts und schwer ist Hochtourengepäck ja sowieso kaum…

 

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1500hm und einige Stunden später genossen wir gemeinsam das geniale Alpenpanorama (Weißhorn und Matterhorn zeigten sich von ihrer schönsten Seite). Leider verschlechterten sich die Wetteraussichten nun zunehmend, aber wir sahen keine andere Option als die Hohgwächte zwecks Akklimatisierung, für den nächsten Tag. Gesagt,getan.

Nicht allzu früh starteten wir, gegen 6 Uhr, unsere Tour. Zuerst einfach über Schotter und Geröll, dann zunehmend wegloser bis wir die Steigeisen anziehen mussten. Nach einigen 100 Hm bogen wir auf eine schön begehbare Schneezunge ab, Richtung Hohgwächte. Auf dem Gipfel angekommen (wir legten noch einen Umweg durch schönen Felsbruch ein) hatten wir eine geniale Aussicht auf das Festijoch, den Festigrat sowie den Dom und die umliegende Bergwelt. Unten waren wir fix und nutzen noch den aperen Gletscherbruch für eine kleine Übungseinheit. Die restliche Zeit des Tages, verbrachten wir mit unliebsamen Themen wie Expedversicherung (Wer wird wie versichert?) und der Reiseapotheke (Was muss wirklich mit?). Als das geschafft war, checkten wir noch einmal das Wetter und stellten mit Bedauern fest, dass – entgegen der Hütten-Gerüchteküche- das Wetter richtig instabil sein sollte. Starke Gewitter in der Nacht sowie im Tagesverlauf machten nicht gerade Lust auf A) Rumeiern auf einem ziemlich großen Gletscher und B) Abhängen in einem Drahtseilversicherten Steig, den es beim langen Abstieg zu bewältigen galt. Keiner von uns wollte vom Blitz gegrillt werden 😛

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Somit entschieden wir schweren Herzens, dass wir Sonntag absteigen würden. Gesagt, getan. Am morgen packten wir unser Geraffel und schafften es gerade noch rechtzeitig aus dem Steig heraus unter einen immens großen Boulder, der als Unterstand diente. Dort überstanden wir das Gröbste und machten uns weiter auf in Richtung Randa.

In dem kleinen Bergdorf angekommen teilten sich unsere Wege vorerst. Ein Teil der Crew fuhr mit dem Auto zurück. Jenny, Maike, Mo und Toby trampten nach Visp (das geht richtig gut ;)) um von dort den Zug zu nehmen den sie, leider erst 6 h später gebucht hatten. Zum Glück waren die Schaffner der Schweizer UND der Deutschen Bahn, gut drauf und ließen uns sogar mit unserem SuperSpar Preis, frei unsere Züge wählen. Wie cool ist das denn !?

Abschließend kann man sagen, dass wir zwar gipfeltechnisch nicht alles erreicht haben, was wir uns vorgenommen hatten, aber die gemeinsame Hochtour war Gold wert und wir wissen nun das die Entscheidungsfindung in einer 9er! Gruppe auf Hochtour recht intensiv sein kann und kleine Gruppen umso effizienter voran kommen 😀

Peru kann kommen. Der Countdown läuft. Am Mittwoch (24.07.19) treffen wir uns alle in Frankfurt in einer coolen Unterkunft um die letzten gemeinsamen Dinge zu packen (an dieser Stelle schonmal ein riesen Dankeschön an Tobys Dad!).

Bis bald,

euer AbenteuerAnden-Team.

Ticket-Alarm!

Jihaaa, gestern war Toby beim Reisebüro unseres Vertrauens und hat unsere Flugtickets abgeholt 🙂 Der Countdown läuft . Nur noch 10 Tage bis zum Abflug !

Bleibt die Frage, wie viel Zusatzgepäck wir buchen müssen. Die Antwort gibt es, sobald die Tendon Seillieferung da ist. Sind wir mal gespannt…

Die letzten Vorbereitungen laufen und wir halten Euch auf dem Laufenden

bis die Tage,

euer AbenteuerAnden-Team

Aufbaumodul Hochtouren!

Was wäre ein Jahr als jdav-Jugendleiter/in ohne Fortbildung?! Und was liegt denn
näher, als vor einem Projekt in Peru eine Fortbildung zum Thema Hochtouren zu
machen. Das haben sich auch Mo und Lea gedacht und so gings nach kurzer
Verschnaufpause von unserem Vorbereitungstreffen in Freiburg los in Richtung
Sustenpass. In kleiner Gruppe aus 6 Jugendleiter/innen plus einem Teamer
sputeten wir uns, um vor dem Kugelhagel (Militärübung sei Dank) den ersten Teil
des Aufstieges zu schaffen. Von dort ging es dann gemütlich und bei schönstem
Sonnenschein für 6 Tage auf die Tierberglihütte. Der nächste Tag war erst
einmal vollgepackt mit Übungen zum Anseilen, zum T-Anker buddeln und zur
Spaltenbergung. Es ist schon immer wieder cool, dass mal wieder an der „echten
Spalte“ auszuprobieren. Für den nächsten Vormittag war dann auch schon eine
Tour geplant. Also um 6 Uhr aufstehen und los in Richtung Gwächtenhorn. Da die
Schneemengen eher an’s Frühjahr erinnert haben und auch noch einige
Skitourengänger unterwegs waren, mussten wir uns um Spalten keine allzu
großen Sorgen machen. Nach einem zweiten Frühstück auf dem Gipfel machten
wir uns an den Abstieg, damit wir den Nachmittag noch frei für Fix- und
Geländerseilübungen hatten. Danach konnten wir uns wie jeden Abend den
Bauch mit dem leckeren Essen vollschlagen (so eine 4-Gänge-Halbpension hat
schon was 😛 Auch für den nächsten Tag planten wir eine Tour auf den Mittleren
Tierberg und von dort auf den Hinteren Tierberg. Zu Beginn war auch alles super
und wir kamen gut durch. Leider verschlechterte sich dann zunehmend das
Wetter, so dass wir zeitweilig in einer dichten Nebel- und Wolkensuppe standen.
Als auch noch Wind dazukam wurde es ziemlich schnell ungemütlich kalt.
Besonders die Schuhe waren in der Nacht gar nicht getrocknet und so
schwammen die Füße der meisten im Schneeschmelzwasser vom letzten Tag.
Auch der Grat war nicht gerade einladend… ein Gemisch aus brüchigem Fels und
Eis unter Schnee…so dass wir ihn zwar noch ein Stück ausprobierten, dann aber
umdrehten. Aber der Mittlere Tierberg ist ja auch so ein toller Gipfel ohne seinen
großen Bruder. Am Nachmittag haben wir uns bei Rutschübungen im Schnee und
Frontalzackentechnik im Eis nocheinmal komplett durchweicht und haben danach
das leckere Abendessen und die zusätzlichen Nachtische des Hüttenteams
genossen. Unseren vorletzten Tag haben wir wieder mit einer Tour eingeleitet. Da
dies keine tagesfüllende Aktion sein sollte, haben wir uns für einige Felsköpfe
zwischen Gwächten- und Sustenhorn entschieden. Doch auch hier: bröseligster
Fels vom feinsten, bäh. Da war der Abstecher durch den Gletscherbruch im
Abstieg schon spannender. Wir wurmten uns also als große 7-er Seilschaft dadurch,
hüpften Cat(wo)men-like über Absätze und zogen unseren Teamer aus der Spalte.
Eigentlich hatten wir einfach ziemlich viel Spaß. Die gute Laune nahmen wir auch
auf unser Abschlusstourchen auf den kleinen Tierberg mit, welches wir mit einer
großen Session Selbstrettung aus der Spalte beendeten. Da unserem Teamer der
überwächtete Spaltenrand offensichtlich noch nicht schwierig genug war, flogen
so etliche Schneebälle durch die Gegend. Leider mussten wir danach auch schon
wieder Abschied von der Hütte nehmen und uns auf in’s Tal machen. Dort unten
hatte uns dann der Sommer wieder und wir konnten vor der Heimreise sogar
noch ein Bad im Bach nehmen.
Auf jeden Fall eine tolle Woche, nicht nur als Vorbereitung auf Peru. Ein großes
DANKESCHÖN an das Hüttenteam (für die vielen Extra-Nachtische), an unseren
Teamer (weniger für die Schneebälle, sondern mehr für den ganzen Input) und an
die anderen Jugendleiter/innen (ihr seid echt cool!). Was soll jetzt noch
schiefgehen in Peru?!

Berauschende Balmhorn Besteigung

Drei Teilnehmer unserer Expedition aus Freiburg fanden Zeit um am  Wochenende  vom 28.-30.06.19 mit strahlendem Sonnenschein gemeinsam Berge und Fähigkeiten auszukundschaften. Lenka, Toby und Jenny sind in morgendlicher Frühe mit dem Zug von Freiburg nach Kandersteg in die Schweiz gerauscht. Von dort schlenderten wir einige Höhenmeter durch Wälder, Weiden und Bäche. Uns begegneten dicke Murmeltiere, hochalpine Blümchen und fliegende Mountainbiker, doch ließen wir uns nicht von unserem Weg abbringen und stapften tapfer weiter hinauf in die schöne Bergwelt. Nach einer spannenden Flussüberquerung füllten wir unseren Wasservorrat und schleppten unseren 10-Liter Wassersack fröhlich schnaufend durch die unerbittliche Mittagshitze. Nach einer ätzend langen Moräne erstreckten sich auf etwa 2300 m die letzten grünen Flecken umgeben von Geröll und Schneefeldern. Dort ließen wir uns nieder und testeten die Grasflächen ausgiebig zur Funktionalität als Biwakplatz. Nun wurde noch ein Sonnenschutz aus Biwaksack und Stöcken gebastelt, der nächste Wegabschnitt für die morgendliche Tour ausgekundschaftet und das vierte Mitglied unserer Tour begrüßt. Floppy stieß hier zu uns und gemeinsam kochten wir bei untergehender Sonne und umgeben von einer fantastischen Bergkulisse ein wunderbares Abendessen: nicht ganz so schnellkochende Linsen 😉 mit Zwiebeln, Oliven und etwas Essig. Nach dem Abendessen besprochen wir kurz die morgendliche Tour auf das Balmhorn mit der möglichen Überschreitung des Altels im Anschluss. Danach kuschelten wir uns in unsere Daunenschlafsäcke und genossen, wenn nicht den allerbesten Schlaf, zumindest einen grandiosen Sternenhimmel. Um der mittäglichen Hitze etwas zu entkommen ging es schon um 4 Uhr morgens los, der Moräne folgend Richtung Schwarzgletscher. Weiter durch steilen Schnee und Eis stießen wir schließlich auf den Zackengrat und suchten hier vergebens nach den Zacken. Dafür ging es nun vor einem wunderbaren Alpenpanorama zackig voran. Durch Schnee, Eis und Geröll erklommen wir schließlich die letzten Höhenmeter des Balmhorns und wurden mit einem unfassbaren Panorama belohnt. Nach ausgiebiger Gipfelpause auf 3698 m Höhe trennten wir uns auf.

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Toby und Lenka fanden riesigen Spaß beim Hinunterrutschen der langen Schneerinne und ließen neben jauchzenden Schreien auch etwas Hosenstoff und Haut zurück. Floppy und Jenny versuchten sich an der anschließenden Überschreitung des Altels. Es erwartete sie schöne, etwas brüchige Kraxelei. Die Schlüsselstelle bestand aus einem etwa 15 m hohen Türmchen auf einem Firngrat. Dieser Turm war vor 10 Jahren noch komplett mit Schnee überzogen und muss nun in exponierter leichter Kletterei überwunden werden. Nach dem schönen Altels Gipfel fanden auch Floppy und Jenny viel Spaß in endlosen Schneefeldern und die floppy’sche Abfahrt wurde etabliert: Man nehme seinen Rucksack, setzte sich drauf und benutze einen Pickel als Bremse. Dann geht’s abwärts und zwar schnell. Nur das Lenkrad fehlt noch.
Schließlich trafen wir bei einem kalten Gebirgsbach wieder zusammen und ließen unsere heißen Füße etwas ruhen. Hinunter ins Tal ging es durch eine Schlucht, begleitet von wilden spritzenden Gewässern. Schließlich sausten wir müde aber glücklich mit dem Zug zurück ins schöne heiße Freiburg.

Nun konnte das letzte Vorbereitungstreffen kommen 🙂 Mehr dazu bald in einem neuen Blogbeitrag !

Euer AbenteuerAnden-Team.

Von Höhen und Tiefen.

Es kam wie es kommen musste. Unser vorletztes Teamtreffen stand an und das Wetter war, wie sollen wir es ausdrücken? Bescheiden 😀

Eigentlich wollten wir unbedingt auf Hochtour gehen, waren sogar so flexibel, zwecks der exorbitanten Schneemengen, eine Skihochtour in Angriff zu nehmen, aber ist es den Aufwand wert, aus allen Richtungen BaWüs in die Alpen zu düsen, nur um dann im Zelt zu sitzen und den gemeldeten Starkregen auszusitzen?

Kurzerhand wurde umgeplant und wir trafen uns im schönen Freiburg im Breisgau. Dort durften wir den Jugendraum der Sektion nutzen. Vielen Dank an dieser Stelle ans Jugendreferat sowie an die Hallenleitung des Kletterzentrums, die uns keine Steine in den Weg legten!

Die ansässigen Freiburger*innen besorgten schon mal Zutaten für Pizza(teig) und das weitere leibliche Wohl, bis alle eingetrudelt waren. Beim Treffen mit dabei waren dieses Mal Lea, Bianca, Jens, Mo, Lenka, Toby und Maike. Weiterlesen „Von Höhen und Tiefen.“

Blautal rocks!

Schon zwei Wochen ist es wieder her, dass wir uns getroffen haben, aber wir haben es nicht geschafft euch zu informieren. Schande über uns!

Doch gut Ding will Weile haben:

Da die Bedingungen gen Wochenende von flauschig zu katastrophal wechsel sollten, haben wir kurzerhand beschlossen unseren eigenen, vorverlegten Vatertagskurzurlaub zu starten.

Dazu wurden wir von Lea in den kleinen, aber feinen Vereinsturm des DAV-Ulm eingeladen, der uns freimütig überlassen wurde.

Chapeau und Danke an dieser Stelle!

Am Mittwoch ging es dann gleich mal motiviert in die Ulmer Kletterhalle. Neben den harten Moves und weniger harten Pausen hatten wir auch die Gelegenheit unsere kreative Ader beim Schrauben voll und ganz auszuschöpfen. Gestärkt vom besten Eis der Stadt war dann für Loneli und Mo sogar noch der krasseste Bridge-Boulder Ulms drin.

 

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Am Donnerstag sind wir dann raus an den Fels. Doch zuerst einmal mussten wir den gefährlichen und spaltenreichen Weg durch die Ulmer Innenstadt überstehen 😉

Danach konnte uns nichts mehr einen entspannten Plaisirklettertag vermiesen. Rechtzeitig vor dem Regen schafften wir es noch in die Bahn und sollten den Abend noch gemütlich bei ein, zwei Bier ausklingen lassen, bevor wir uns Freitagmorgen in aller Herrgottsfrühe wieder in alle Winde zerstreut haben.

Es waren super lässige Tage und wir hatten erstaunlich gutes Wetter, sodass wir richtig viel klettern konnten. Doch hauptsächlich haben wir die Tage genutzt, um nebenbei über unsere Vorstellungen, aber auch Ängste und Probleme bzgl. der bevorstehenden Reise zu besprechen. Dabei ging es um formelle Dinge wie Versicherung und Impfungen, genauso wie über die angespannte Klosituation in Basislagern oder wer sich mit wem zu zoffen hat.

Insgesamt sind wir, die wir uns als Fremde vor einem dreiviertel Jahr kennengelernt haben, als Team ein Stück weiter zusammengewachsen und freuen uns schon wahnsinnig auf das nächste Treffen, dessen Bericht sicher pünktlicher kommt!

Ganz versprochen!!

Euer AbenteuerAndenTeam.

DAV Sektion Tübingen & Karlsruhe

DAV_Logo_alleEin großer Dank geht heute nach Tübingen und Karlsruhe. Die DAV Sektionen von Lea und Mo unterstützen uns mit 500€ sowie 750€. Merci beaucoup! Wir halten Euch auf dem Laufenden, was es weiter Neues gibt bei den Projektvorbereitungen 🙂

 

Herzliche Grüße,                                   davlogo_karlsruhe_rgb.jpg

Euer AbenteuerAnden-Team.