Von den hohen Bergen kommen wir…

Unsere lang ersehnte Hochtourenwoche in das Ishincatal ist nun schon vorbei. Zusammen mit vier Lasteseln ging es am 26.08. in das wunderschöne Ishincatal inmitten des Huascarán-Nationalparks. Das Basecamp wurde im Hochtal aufgebaut, dieses Mal sogar mit Küchen- bzw. Gemeinschaftszelt.

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Am nächsten Tag startete die erste Gruppe um ein Uhr morgens in Richtung Ishinca. Obwohl die Tour technisch keine Herausforderung darstellt ist die Länge in dieser Höhe nicht zu unterschätzen, denn immerhin sind es vom Basecamp bis zum Gipfel auf 5530m satte 1150 Höhenmeter und etwa acht Kilometer Strecke.

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Vor dem Gipfel des Ishincas

Die zweite Crew des Tages (Toby, Bianca und Konsti) machte sich dann gegen elf Uhr mit einem Zelt, einem Kocher und dem ganzen Geraffel auf den Weg ins Highcamp des Tocllaraju. Der Weg ist landschaftlich wunderschön und verläuft zuerst mäßig steil über bewachsenes Moränengelände und steilt später stark auf. Mit 20kg Gepäck auf dem Rücken und dazu die doch immer dünner werdende Luft schießt die Laune exponentiell in die Höhe. Nach etwa dreieinhalb Stunden erfolgte das abgesprochene Lebenszeichen per Funk ins Basislager. Nach dem Kochen mit klammen Fingern, was auf 5100m Höhe durchaus mal vorkommen kann, frohlocken auch die Schlafsäcke. Es folgte eine sehr kurze Nacht, denn um 23 Uhr hieß es aufstehen und anziehen. Leider ging es Toby nicht wirklich überzeugend, somit war die einzig richtige Entscheidung, an Ort und Stelle wieder ins Zelt zu kriechen.DSC07318

Nachdem Toby am Vormittag direkt abgestiegen war, ging abends für Jenny, Jens und Lea die Reise in Richtung Highcamp los. Nach dem mittlerweile routinierten Aufbauen der Zelte, dem Kochen und der ständigen Überlegung: „Wie wird das Wetter morgen?“, krochen alle in ihre Zelte und versuchten zu schlafen.
Um 23 Uhr, hieß es wieder Riegelfrühstück, möglichst ohne Kontakt mit der Kälte Anziehen und los. Gegen Mitternacht standen wir alle angeseilt auf dem Gletscher und der lange Anstieg begann zunächst flach und gemütlich.DSC07334

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Im Highcamp des Tocclaraju

Auch an diesem Tage war uns der Bergsteigergott mit der heiligen Stirnlampe nicht ganz wohlgesonnen, denn nach einer dreiviertel Stunde musste Bianca leider abbrechen. Jens und Jenny brachten sie zurück ins Highcamp um danach selber wieder aufzusteigen.
Lea und Konsti, die zu zweit weiter aufgestiegen waren, warteten auf etwa 5500 Metern auf die beiden anderen Gipfelstürmer. Nach dem gemeinsamen Weitergehen, sollte für uns die Reise auf den ersten 6000er in etwa 5700m Höhe zu Ende sein, denn auch bei Jens machte sich die Höhe doch deutlich bemerkbar. Nach einem sehr schnellen Abstieg erreichten wir gegen 5 Uhr morgens wieder das Highcamp. Zuerst schliefen alle noch ein wenig, später machten wir uns auf den beschwerlichen Abstieg in Richtung Basecamp zurück auf 4300m.

Direkt am nächsten Morgen, bestiegen Jenny und Konsti noch erfolgreich den Ishinca. Nach der Rückkehr der Beiden wurde dann noch gemeinsam der letzte Abend in diesem schönen Tag genossen. Jens hatte es doch deutlich schlimmer erwischt als zuerst angenommen, daher wurde an diesem Abend das Küchenzelt zum Krankenzelt und einige Teammitglieder zum Krankenbett umfunktioniert.

Der letzte Tag begann mit einem allgemeinen „Packchaos“. Um 10 Uhr stand Luciano mit seinen Eseln bereits vor der nicht vorhandenen Tür um unsere Sachen aufzuladen. Die Esel wurden gepackt und wir verabschiedeten uns schweren Herzens von der wunderschönen Kulisse, denn unser letzter großer, gemeinsamer Trip war mit dem Erreichen des Hostels in Huaraz bei Gilf und Maruja leider vorbei.

 

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Euer AbenteuerAnden-Team.

Chao Plastico

Habt ihr euch eigentlich schon einmal gefragt, wie die Wasserversorgung in Peru funktioniert?

Dies passiert sicherlich in einigen Landesteilen auf verschiedene Art und Weise. Für Huaraz aber lässt sich sagen, dass das Wasser einerseits in große Vorratstanks auf den Dächern gepumpt wird, in der Regenzeit wird auch Regenwasser gesammelt. Die Wasserversorgung ist nicht immer (abhängig vom Reiseaufkommen) gewährleistet und so durften wir hautnah miterleben, dass am Tag der Unabhängigkeit Perus (viele ausgebuchte Hotels), die Wasserversorgung in unserem Hostel „Casa de Maruja“ immer mal wieder gekappt war. Erstmal nicht weiter schlimm, wir konnten uns ja einfach 10 l Plastikflaschen kaufen. Duschen wird sowieso überbewertet 😉

Wobei wir auch beim Thema wären: Plastik, Wasser in Plastikflaschen und Müllvermeidung.

Nahezu alles wird in Peru in Plastik eingepackt, sei es der Quinoa-Brei „to go“, das Ei-Sandwich, oder eben Trinkwasser. Maike war vor 4 Jahren schon einmal längere Zeit in Südamerika unterwegs und hatte gute Erfahrungen mit einem Wasserfilter gemacht. Diese Erfahrung wurde an die Gruppe weitergegeben und dank unseres Partners MSR durften wir uns über zwei robuste 10l Wassersäcke und den Guardian Filter freuen.

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Dieser wird quasi seit Tag 1 ausgiebig verwendet und zwar nicht nur mit von Kühen gesäumtem Bachwasser, sondern in erster Linie im Hostel um das für uns keimbelastete Wasser aus dem Hahn zu filtern. Dadurch, dass wir unsere Flaschen und Trinkblasen etc. dabei haben, können wir diese mit dem gefilterteten Wasser auffüllen und produzieren keinen neuen Plastikmüll.

Lea hat dazu mal grob überschlagen, was wir über unseren Aufenthaltszeitraum einsparen: Bei 9 Leuten und 45 Reisetagen sind das, da jeder von uns mindestens drei Liter am Tag benötigt, in etwa 1215 Plastikflaschen. Bei ca. 40g Plastik pro Flasche sparen wir so etwa 49 kg Plastik ein. Da für 12 Plastikflaschen im Schnitt 1l Erdöl verbraucht werden, wären das rund 101l. Und dabei sind die Mengen an Treibstoff und CO2, welche für Abfüllung, Verpackung und Transport der Flaschen benötigt wurden noch nicht miteingerechnet. Zudem wird ein nicht unerheblicher Teil des Flaschenwassers von großen, multinationalen Konzernen verkauft. Diese importieren die Flaschen entweder nach Peru, oder haben Wasserrechte gekauft. Dadurch fließt der Umsatz, welcher mit den Flaschen gemacht wird, größtenteils außer Landes.

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Leider ist es an anderen Stellen nicht so einfach auf Plastik zu verzichten. An vielen Marktständen müssen Tüten verwendet werden um das Gemüse zu wiegen und auch Kekse im Supermarkt sind oft in kleinen Portionen in der großen Packung. Auch bei unseren geliebten Gummibärchen mussten wir eine Weile suchen, bis wir statt der 90-Gramm-Tüten die Kilo-Beutel entdeckt haben. Aber das „no nececitamos una bolsa“ geht uns mittlerweile ziemlich leicht über die Lippen und wir packen fleißig in die großen Rucksäcke statt in die Tüten ein.

An einigen Stellen, insbesondere im Nationalpark finden sich jedoch Hinweistafeln, welche über die Auswirkungen von Müll in der Umwelt aufklären und Verhaltenstips geben. Denoch fehlen an vielen Stellen Mülleimer und es finden sich Plastiktüten, Crackerpackungen und Wasserflaschen im Straßengraben. Wir hatten auf unseren Wanderungen und Klettertrips immer DreckSäcke, die umweltfreundlichen Mülltüten des DAVs dabei und die blieben nie leer…

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Der erste 5000er

Am Dienstag früh gings endlich los. Voller Vorfreude und Anspannung warteten wir um 6.00 Uhr morgens darauf, dass es endlich los in den Nationalpark Huascarán in der Cordillera Blanca geht. Nach ca 2,5 h einschläferndes Gerüttel im Bus erreichten wir einen gemütlichen Frühstücksort, an dem erstmal gebührend der Tag mit Orangensaft und Cocatee begossen wurde. Circa eine weitere Stunde auf immer unwegsameren Straßen brachten uns durch die Pforte des Nationalparks und hinauf zu unserem Startpunkt. Unsere Fensterscheiben im Bus konnten nicht groß genug sein um die Mächtigkeit der weißen Bergegipfel und Felswände auf dem Weg zu erfassen. Völlig beeindruckt von der gigantischen Umgebung ging es dann endlich zu Fuß los. Wir sattelten unsere Rucksäcke mit Gepäck für drei Tage mitsamt Hochtourenausrüstung. Zum Glück waren nicht all zu viele Höhenmeter bis zum Basecamp (knapp auf 5 000m NHN) zu bewältigen, da sich die Höhe doch bemerkbar machte. Noch am selben Tag errichteten wir unser Lager und checkten die Route für den nächsten Tag auf den Yanapaccha aus. Schon fast im Dunkeln wurden schnell noch eine Ladung Essen gekocht und die Rucksäcke gepackt, da wir Nachts um 1:30 Uhr unsere erste gemeinsame Hochtour in Peru starten wollten. Um die Überraschung auf unserer Seite zu haben, verabschiedete sich einer unserer drei Kocher in hohem Bogen von uns. Auch mit zwei Kochern, kann für neun Leute Essen gekocht werden.

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Nach einer doch eher kurzen Nacht machten wir uns, teilweise noch schlaftrunken, teilweise voller Anspannung auf den Weg. Um den Gipfel zu erreichen musste ein großes Gletscherfeld mit teilweise steilen Zwischenstücken überquert werden, um abschließend auf einem Grad den Gipfel zu erreichen. Dunkelheit und zusätzlich eine eher schlechte Sicht ließen den Weg nicht immer klar erkennen, so entstanden verschiedene Wegvarianten, von denen hinterher keiner mehr sagen konnte, welche letztendlich die beste, bzw. die kürzeste war. Die widrigen Verhältnisse veranlassten zwei Dreier-Seilschaften nach circa der Hälfte den Rückzug anzutreten. Zwei Seilschaften konnten sich trotzdem den Gipfel des Yanapaccha mit 5460m NHN abholen. Die einen euphorisch, die anderen etwas niedergeschlagen wurde den Nachmittag über im Camp gemütlich zusammen im Zelt gesessen und die Tour besprochen, da am nächsten Tag ein weiterer Versuch gestartet werden sollte. Das Wetter sorgte dafür, dass das Zelt den ganzen Nachmittag über kaum verlassen wurde. Abends wurden die Kocher wieder angeschmissen und beinahe eine fünf- Sterneküche gezaubert.

Um 1.30 Uhr brach am folgenden Tag erneut eine dreier Seilschaft auf um sich den Gipfel abzuholen. Mit der Rückkehr dieser schälte sich der Rest der Gruppe aus den Schlafsäcken. Es wurde noch gemeinsam gefrühstückt, dann gings auch schon wieder runter ins Tal und zurück nach Huaraz.

Demnächst gibt`s news über den World-Climbing Day und wie dieser in Huaraz stattgefunden hat 🙂

Beste Grüße,

euer AbenteuerAnden-Team.

Hatun Machay – Schnaufen im höchsten Sportklettergebiet der Welt

Mit dem Colectivo durchqueren wir das trockene, weite Andenhochland der Cordillera Negra. Trockenes Grasland durchzogen von tiefeinschneidenden, mäandrierenden Flüssen und begrenzt von Moränen ziehen an den staubverkrusteten Fenstern vorbei. Weiter hinten am Horizont blitzen immer wieder die schneeweißen Gipfel der Cordillera Blanca hervor. Schließlich schaukeln wir uns eine holprige Straße hinauf und werden dabei in eine dichte Staubwolke eingehüllt.

IMG_9284Vor uns erscheint der kleine Campingplatz von Hatun Machay und bergabwärts treten unzählige Gesteinszapfen hervor, welche das Klettergebiet ausmachen. Wie Pilze scheinen die Felsformationen aus dem Boden zu wachsen. Das vulkanische Gestein bildet bizarre Formen: Spitzen, die wie Finger aus den Gipfeln emporragen, ausladende Wabenwände oder Platten mit feinen Strukturen. Die abwechslungsreichen Felsformationen lassen unsere Kletterherzen höherschlagen. Gleichzeitig werden wir sofort von der einzigartigen Stimmung und der Weite des Andenhochlandes eingefangen. Kühe streifen am Horizont episch durch das hohe Gras und Esel begrüßen uns auf dem Weg zu den Felsen. Die nächsten Tage toben wir uns in den Felsen von Hatun Machay so richtig aus. Auf 4200 m Höhe schnaufen wir uns steile lange Wabenwände hinauf und bekommen viel zu schnell dicke Arme. Trotzdem lässt uns die wunderbare Kletterei nicht los und wir vertreiben uns die Zeit in einer riesigen Kletterspielwiese.

Einfach perfekte Akklimatisation, wie man sie sich nicht schöner vorstellen kann. Wir beißen uns die Zähne auch an kniffligen Plattenproblemen aus oder finden steile lange Genussrouten. Abends wird natürlich wieder ausgiebig gekocht. Um uns in der Höhe auf den Beinen zu halten, bekommen wir „infusiónen“ verabreicht, welche aus einem wohlig warmen Kräutergebräu mit einem Schuss Rum bestehen. Dank der Kraft der „infusiónen“ durchstehen wir die klirrend kalten Nächte und können am nächsten Tag voller Energie neue Kletterprojekte starten.

DSC06992Außerdem bleibt viel Zeit am Felsen, um gemeinsam zu vespern oder einfach herumzualbern. Auch werden die Peruaner in die Kunst des Spätzleschabens eingeführt und bis in die Nacht hinein peruanische Kartenspiele gespielt. „Loco Otcho“ funktioniert eigentlich wie Mau-Mau und wurde von uns mit Regeln, wie Zwischenwerfen und Kartentausch, erweitert. Nach einem letzten erfüllenden Klettertag verlassen wir das kleine Camp gut gelaunt mit lauter Stimmungsmusik und einem Geholper, welches jeder deutschen Achterbahn Konkurrenz macht. Nach einem perfekten Akklimatisationswochenende und viel neuer Energie starten wir nun die Planung und Vorbereitung unseres nächsten Abenteuers in Richtung Yanapaccha.

Euer AbenteuerAnden-Team.

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Wo die Inkas weinen…

Das Wochenende stand schon bald wieder vor der Tür, bei so vielen Klettersessions geht das echt schnell. Der Donnerstag war als Vorbereitungstag für unseren Klettertrip nach „Inka Waqanqa“ geplant. Stellten wir uns am Mittwochabend noch die Frage, was wir denn den ganzen Tag so vorbereiten, so wurde dies bald beantwortet. Während einige von uns morgens in die Stadt mit einigen CAWAY-Mitgliedern zum Einkaufen gefahren sind, machte Toby sich auf die Socken, um die Expeditionspostkarten loszuschicken. Bei über 100 Stück hatte er da einige Briefmarken aufzukleben. Mal schauen, wann sie bei euch im Postkasten landen und ob denn alle ankommen. Der Rest des Teams baute derweil unsere Zelte mal zur Probe auf und sortierte Material. Das Einkaufsteam kehrte am frühen Nachmittag mit unzähligen Tüten unbekannten Inhalts bepackt ins Hostel zurück und berichtete, dass an verschiedenen Ständen Obst und Gemüse gekauft worden war: eine Paprika hier, drei Papayas dort, 20 Orangen nebenan. Als das Essen in vier (!) Holzkisten und unsere sechs Seile und die vielen Exen in den Duffels verstaut waren, futterten wir uns gemeinsam im „El Fogon“-der Polleria unseres Vertrauens- satt.

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Der nächste Morgen begann früher als sonst. Leider verzögerte sich die Abfahrt etwas, da der Kleinbus auf solche Berge von Gepäck nicht ausgelegt war. Nach einigen Diskussionen (Was braucht weniger Platz, Seile oder Crashpads?!) wurde dann einfach beschlossen, alles auf’s Dach zu packen und so konnten wir als überdimensionaler Maulwurfshaufen losschaukeln. Unsere Rucksäcke waren, im Gegensatz zu einem der Crashpads, glücklicherweise durch ein Netz gesichert und so konnten wir bei jedem Straßenhubbel – und davon gibt es reichlich – in unserem Schatten überprüfen, ob noch alles da ist. Die Fahrt über das weite Andenhochland mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund ist wunderschön! Trotzdem freuten wir uns, als wir in „Inka Waqanqa“ (wörtl. „wo die Inkas weinen“) ankommen: die einen über die unglaublichen Felsen und die anderen über die Esel, Hühner und Schweinchen im Camp. Das Camp kann man wohl am ehesten noch als spartanisch bezeichnen. Gleich am Eingang wird man von einem Skelett (Esel?) begrüßt und auch sonst sollte man einen entspannten Umgang mit den allgegenwärtigen Knochen haben (Schulterblätter geben ja auch praktische Schaufeln ab). Nach dem Aufbauen der Zelte ging es auch schon an die darübergelegenen Felsen. Während die einen sich an den Plattenklettereien die Zähne ausbissen, genossen die anderen unglaubliche Wabenstrukturen ein paar Meter weiter. Auch wenn man beim Schnaufen deutlich merkt, dass die Felsen auf über 4000m liegen, konnten wir die Kletterei in vollen Zügen genießen und viel zu schnell ging die Sonne unter und es wurde saukalt. Unten im Camp wurden wir mit einem luxuriösen Abendessen aus Suppe und gebratenem Fisch mit Gemüse und Reis verwöhnt. Nachdem wir Konsti‘s Tipp zum Lagerfeuer aus getrockneten Kuhfladen (funktioniert in Nepal ja auch) aus Rauchgründen wieder verworfen und Holz gesammelt hatten, konnten wir den Tag auch gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Nach einer Nacht unter einem unglaublichen Sternenhimmel, weckte uns die Sonne pünktlich zum Frühstück am nächsten Morgen. Vormittags probierten wir die Wabenstrukturen der Felsen an anderer Stelle aus und konnten uns so richtig austoben! Nachmittags machten einige noch einen Abstecher auf die „Gipfel“ der Felsen und entdeckten dort eine riesige Spielwiese bizarr geformter Felsblöcke, auf denen es sich herrlich herumklettern lässt. Das Abendessen fällt nicht weniger lecker und feudal aus als am Freitag und so essen wir uns richtig satt. Bei 17 Personen im Küchenzelt wurde es auch schön warm und so ließ es sich bis zum Schlafengehen gut aushalten. Um den Sternenhimmel festzuhalten, standen Toby und Lea um kurz vor 3 Uhr auf, um einige Fotos zu machen. Kalt, aber sehr schön!

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Das Aufstehen am nächsten Morgen fiel dementsprechend etwas langsamer aus uns so brauchte es doch einige Zeit, bis die Zelte abgebrochen waren und wir noch ein letztes Mal zum Wandfuß aufstiegen. Leider blieb nicht mehr so viel Zeit zum Klettern, bevor der Van uns abholte und das Gepäck-Tetris von neuem anfing. Doch die Verkehrsregeln sind in Peru nicht besonders streng und so geht ein Wassereimer durchaus als Sitz durch und der Platz im Bus reichte für alle aus. Die Heimfahrt war wesentlich schläfriger als die Hinfahrt, doch einige genossen die Abendsonne, die die Landschaft noch schöner färbte. Die Stadt ist nach den Tagen im Freien überraschend laut und voll und so waren wir froh nach einem schnellen Abendessen und der allüberfälligen Dusche (Achtung Schlammlawine) ins Bett gehen zu können.

Die nächsten Tage werden wir noch für weitere Klettersessions nutzen, bevor wir nächstes Wochenende ein weiteres Klettergebiet erkunden. Ihr dürft also gespannt sein!

¡Hasta luego!

Euer AbenteuerAnden-Team.

Trips in das Anden-Hochland

Gemeinsam stopfen wir uns mit ein paar peruanischen Kindern und unseren Freunden vom CAWAY (insgesamt so etwa 20 Menschen) in ein Colectivo und ab geht’s Richtung Pitec. Vor uns erstreckt sich das trockene weite Andenhochland mit Gräsern, die bis an die Brust reichen, andischen Pinien und zahlreichen Granitblöcken. Auf knapp 4000 m bringen uns die Aufwärmspiele noch immer schnell zum Schnaufen. Trotzdem macht es riesigen Spaß mit den Kindern gemeinsam im hohen Gras herumzutollen. Begleitet von Kolibris und beladen mit Crashpads stapfen wir durch das Grasland und halten an den schönsten Blöcken an, um gemeinsam knifflige Boulderprobleme zu lösen. Den Kindern wird richtige Tritttechnik am Fels gezeigt und zwischendurch ausgiebig gevespert. Nach einem wunderschönen Tag draußen, kochen wir gemütlich zusammen und beenden den Tag mit Gitarrenspielen und noch ausbaufähigem Gesang. Ohne Erfolg versuchen wir der peruanischen Flöte von Javi richtige Töne zu entlocken, lernen dafür jedoch den peruanischen Song „Carinitos“ kennen.

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Am nächsten Morgen geht es wieder früh morgens mit den üblichen Verdächtigen und dem Colectivo in die selbe Richtung. Auf dem Weg zur Laguna Churup betreten wir das erste Mal den Huascaran Nationalpark und erleben mit aller Mächtigkeit die Schönheit des andischen Hochlandes. Dank Jhon wurden wir für den Eintritt kurzerhand nach Peru eingebürgert. Der Weg zieht sich zunächst über eine Moräne, dann entlang eines Tals und schließlich steil hinauf am Rande eines Wasserfalls. Auf über 4000 m finden sich an steilen Hängen noch etwa 20 m hohe, für die Anden typische Bäume. Kurz hinter dem Wasserfall erstreckt sich die Laguna Churup mit türkisblauem klarem Wasser. Hier wird gemütlich gevespert und ausgiebig dünne Höhenluft genascht. Schließlich machen wir uns auf den Weg zu dem zweiten, etwas höher gelegenen See Churupito. Ein kleiner Schneefleck macht eine kurze Schneeballschlacht unvermeidlich. Am Churupito auf etwa 4600 m Höhe kann gut die Hälfte der Gruppe ihren bisherigen Höhenrekord feiern und gleichzeitig immer noch leckere Beeren am Wegesrand finden. Spannend wie unser Körper auf die Höhe reagiert und eine relativ kurze Wanderung ganz schön anstrengend werden lässt. Zur Stärkung suchen wir in Huaraz die besten und kräftigsten Suppen der Stadt auf. Richtig lecker!

In der zweiten Woche unserer Klettersessions lernen die peruanischen Kinder die Slackline kennen, bekommen Sichern und richtige Tritttechnik vermittelt. Außerdem macht Konsti spannende Erfahrungen mit Ceviche (Nationalgericht mit rohem Fisch), welche ihm einige Zeit auf dem stillen Örtchen ermöglichen. Dazu noch ein brandheißer Tipp von Bianca: „Lieber keine gelbe Paprika vom Markt probieren! Es könnte scharf enden.“

Wir sind gespannt, was uns am Wochenende alles erwartet….

Euer AbenteuerAnden-Team.

Alltag in Huaraz

Nach zwei durchaus gut gefüllten Kurstagen mit den Kids aus Huaraz, den ersten kleinen Anflügen eines grippalen Infekts bei diversen Teammitgliedern und nach den schier nicht endenden, neuen Eindrücken, hatten wir uns am Mittwoch eine kleine Pause verdient. Da wir doch alle schwer geschafft waren und die gemeinsame Entscheidungsfindung von Beginn an nicht unsere größte Stärke war, gestaltete sich die Suche nach einem passenden „Ruhetagsprogramm“ doch ein wenig schwieriger als erwartet. Wir einigten uns auf eine kleinere Wanderung zu den heißen Quellen kurz hinter Huaraz, wobei wir einer archäologischen Ausgrabungsstätte (Willkaiwan) zuvor noch einen Besuch abstatteten.

Lea blieb aufgrund ihrer Erkältung im Hostel und schrieb unermüdlich Adressen auf  unsere Postkarten. Der Weg führte uns von unserem Hostel „La Casa de Maruja“ über einige Treppen und einen Pfad in östlicher Richtung den Hang empor. Die Umgebung wurde mit jedem Schritt ländlicher, die Häuser wurden einfacher, die Kleidung der Menschen traditioneller, die Hunde aggressiver und die Blicke der Bewohner in unsere Richtung verwunderter. Nach etwa eineinhalb Stunden erreichten wir die Ausgrabungsstätte. Jhon, der hauptberuflich als Tourguide arbeitet und gleichzeitig Archäologie studiert, brachte uns sehr professionell die Geschichte der Ruine und Peru’s näher. Wir besichtigten eine ca. 1400 Jahre alte Anlage, welche vermutlich als Mausoleum diente. Nach einer sehr informativen Führung und einer langgezogenen Pause marschierten wir weiter nach Norden und passierten nach einem kleinem Abstieg ein Fußballfeld. Da die meisten von uns keine sehr begabten Fußballspieler sind, wurde der Vorschlag von Jhon, beim Fußball mitzuspielen doch relativ schnell verworfen. Nachdem wir einem kleinem Gegenanstieg und ein kleines Dorf passiert hatten, eröffnete sich ein wunderschöner Ausblick auf die riesigen Berge der Cordillera Blanca: Huandoy, Huascaran und Chopicalqui. Ja, man munkelt, dass die Landschaft hier schön ist…

Der Weg führte uns an den Wasserkanälen für die Bewässerung der Felder vorbei und schon konnten wir hinunter auf die heißen Quellen sehen. Nach weiteren zwanzig Minuten kommen wir unten bei den Quellen an und uns wird nach dem notdürftigen Stillen des exorbitant großen Hungers relativ schnell klar, dass wir die heißen Quellen doch bei etwas kühleren Temperaturen bevorzugen würden. Das „colectivo“ war relativ schnell organisiert und nach einer Einheit zum Thema „schnell Einsteigen“ erreichten wir etwa zehn Minuten später die Kreuzung vor dem Hostel.

Nachdem das Wohlbefinden der gesamten Mannschaft durch das Duschen wiederhergestellt war, machten wir uns gemeinsam auf den Weg in die Stadt und lernten dabei noch, dass Taxifahren mit sechs Leuten im Taxi durchaus gut möglich ist. In der Stadt angekommen war erst einmal die Suche nach einem geeigneten Restaurant angesagt. Kurze Zeit später fanden wir uns alle in einem der zahlreichen Etablissements wieder und wir genossen die bemerkenswert schmackhafte und würzige Küche Perus.

Am Donnerstagmorgen fuhren wir nach anfänglichen Schwierigkeiten, da der Taxifahrer unser bevorzugtes Ziel wohl irgendwie doch nicht kannte, in die Stadt. Nachdem wir eine Bäckerei leergekauft und auf dem Unigelände an der Boulderwand gefrühstückt hatten, starten wir mit der „climbing clinic“. Zum ersten Mal stand heute das Klettern am Seil auf dem Plan und nachdem wir einige zusätzliche Griffe in die Wand geschraubt hatten, lief die Sache auch schon wie geschmiert. Nach einiger Zeit wurden die Kinder immer mutiger und zwei der Kids probierten sich schon im Vorstieg.

Der Freitag gestaltete sich ähnlich wie die anderen Kurstage. Nach der Morgensession genehmigten wir uns in der Mittagspause ein „Menú del dia“ und um drei Uhr mittags ging es dann weiter mit den Kursen. Während ein Teil bei den kleineren Kindern mit vielen Spielen und spielerischem Erklären in teils gebrochenem Spanisch versuchte, das Bouldern und Klettern kinderfreundlich zu vermitteln, gaben die anderen bei den Erwachsenen und Jugendlichen ihr Bestes.

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# Vielen Dank an Tendon

Lena, Lea und Maike verließen uns an diesem Tag etwas früher, um für ein typisch deutsches Abendessen einzukaufen. Abends gab es dann Spinatknödel mit Weißkraut und Rahmsoße. Angesichts der Tatsache, dass wir komischen Deutschen die Karotten roh und die Kartoffeln ungeschält essen, war es nicht sehr verwunderlich, dass wir vor dem Abendessen etwas belächelt wurden. Natürlich nur auf eine sehr freundschaftliche Art und so war der Abend ein gelungener Abschluss einer sehr ereignisreichen Woche.

Was wir am Wochenende so getrieben haben, erfahrt ihr in wenigen Tagen.

Euer AbenteuerAnden-Team.

Voll dabei :)

Gestern, am Tag der Unabhängigkeit Peru’s ging es für uns ins Klettergebiet „Los Olivos“. Dieses ist mit dem „collectivo“ (ein öffentliches Nahverkehrsmittel in das auch gut mal 25 Personen reinpassen, anstelle von 9) nur ein Katzensprung von unserem neuen Zuhause entfernt.

Mit einem genialen Blick über Huaraz und der angrenzenden Cordillera Blanca, machten wir unsere ersten Versuche in dem für uns recht ungewohnten Fels. Wir waren sofort begeistert, wie gut es sich am Vulkangestein klettern lässt. Griffige Überhänge und ungewohnte Plattenstrukturen stellten uns vor manch eine Herausforderung, die wir jedoch gut meistern konnten. Es war einfach geil! Die Sonne in der Höhe (~3200m ü. NHN) ist jedoch so stark, dass es uns allen um die Mittagszeit zu hart wurde und wir in einen, laut Jhon (unser peruanischer Freund und Guide), „Schattensektor“ flüchteten. Es stellte sich allerdings heraus, dass es sich um peruanisches Schattenverständnis handelte und somit brutzelten wir weiter in der Sonne, während Jens und Lenka Zuflucht unter einem Kaktus suchten :D.

Nachdem wir uns ausgepowert hatten ging es zu Fuß zurück in die Stadt. Der Weg führte entlang eines Bewässerungssystems wie man es aus dem Wallis oder von Madeira kennt. Superschnell waren wir wieder in der Nähe von bewohnten Häusern und den zugehörigen, überall in Peru zahlreich anzutreffenden, Hunden. Nach einer kurzen Besprechung ging ein Teil der Gruppe zurück in unser „casa“, ein anderer Teil tobte sich auf dem Markt aus. Zu den verrückten Obst- und Gemüsesorten folgt demnächst ein weiterer Post ;).

Am Montag (29.07.) trafen wir zum ersten Mal mit den Kids im „Instituto Technológico“, eine Fakultät der Universität Huaraz. Zu Beginn halfen wir den CAWAY-Mitgliedern beim Matratzen ausladen. Ja richtig, Bettmatratzen wurden flugs als Bouldermatten umfunktioniert, mit einer Plane regensicher abgedeckt und los konnte es gehen.

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Die ersten Berührungsängste wurden mit Namensspielen, Aufwärm- und Koordinationsspielen genommen. Wir stellten jedoch schnell fest, dass es gerade bei den Kids praktisch ist, wenigstens ein paar Wörter Spanisch zu sprechen ;). Um die Mittagszeit wurde es wieder so heiß, dass wir uns ins innere eines kleinen Gasthauses flüchteten. Dort gab es das „menú del día“, in unserem Fall „pollo“ (Huhn) mit „arroz“ (Reis) und „papas fritas“ (Pommes). Sehr reichhaltig und lecker :).

Gestärkt ging es wieder zur Kletterwand. Nachmittags kamen die „großen“ Kids und es wurde zusammen gebouldert. Abends kochte Jhon für uns „yuka rellena“, ein sehr leckeres peruanisches Gericht, welches sich jedoch als sehr aufwendig herausstellte.

Liebe Grüße und bis bald,

euer AbenteuerAnden-Team.

Endlich angekommen!

Los geht’s!! Am Mittwochabend sind wir alle nach und nach in Frankfurt eingetrudelt, wo Toby’s Vater uns einen super Ort organisiert hat, damit wir unser Zeug nochmal umpacken und uns sammeln konnten. Nachdem wir also ein bisschen Zeug hin- und hergeschoben haben, damit alle Rucksäcke das richtige Gewicht haben, kein Pickel den nächsten Flughafenmitarbeiter erschlägt, und unsere leeren Benzinflaschen unauffällig sind, konnten wir uns von Toby’s Familie bei einem leckeren Grillen verwöhnen lassen! Hier ein Dankeschön für die vielen leckeren Salate und Grillsachen! Nach einer kurzen Nacht (Aufregung, Nachbar mit lauter Rockmusik, Krabbelviecher und Zugstrecke direkt neben unseren Köpfen) wurden wir um 4:00h zum Flughafen gefahren. Nachdem wir unseren ganzen Raffel ausgeladen hatten, haben wir uns von Michael, Karla und Leonie, welche leider aus persönlichen Gründen in Deutschland blieb, verabschiedet. Auch hier nochmal ein großes DANKESCHÖN an Michael und Karla für die Organisation und das shutteln, dadurch konnten wir super entspannt starten! Nach einem kurzen Zwischenstopp in Madrid, welchen wir mir Frisbee spielen verbracht haben, ging es auch schon an unseren finalen Elfstunden-Flug nach Lima.

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Mit dem Taxi ging’s zum Busbahnhof und von dort im extrem komfortablen Nachtbus (so was gibt es bei uns nicht!) nach Huaraz. Dort kamen wir morgens an und wurden von Jhon am Busbahnhof herzlich begrüßt und zu unserem zukünftigen Zuhause „Casa de la Maruja“ gebracht. Die Besitzer Gilf und Maruja sind Teil des Caway und hatten uns eingeladen. An so einem Ort kann man sich nur wohlfühlen! Nach einem leckeren Frühstück haben wir uns gemeinsam mit den Caway-Mitgliedern auf die Dachterrasse gesetzt und das Programm für die nächsten drei Wochen besprochen. Unter der Woche sind Klettersessions mit den Kindern und an den Wochenenden, Wanderungen und Trips in verschiedene Klettergebiete geplant. Auch eine Tour ins Ishinca-Tal ist geplant – mal schauen ob wir es auf den Ishinca und den Tocllaraju schaffen werden. Zum Schluss haben wir sogar noch T-Shirts bekommen, welche uns als Mitglieder des Team Caway ausweisen. Nachmittags haben wir erste Gehversuche in die Stadt unternommen, wobei wir besser auf das örtliche Transportsystem der „collectivos“ zurückgegriffen und uns die staubige Straße erspart hätten. Anschließend haben wir das Programm für die Kinder, mit Jhon zusammen, den Eltern auf einem Infotreffen vorgestellt. Abends wurden wir vom Caway zum Essen eingeladen. Leider waren wir alle ziemlich geschafft von der langen Anreise, so dass der Abend früh im Bett endete.

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Am nächsten Morgen trafen wir uns nach einem luxuriösen Frühstück mit vielen unbekannten Früchten in der Stadt, um mit dem „collectivo“ zum Ausganspunkt der heutigen Wanderung etwas außerhalb der Stadt zu fahren. Dort warteten schon einige Kinder, teils mit ihren Eltern, um mit uns zur schönen Laguna Wilcacocha zu wandern. Die gemäßigte Wanderung war für uns ideal, um uns zu akklimatisieren und gegenseitig kennenzulernen. Das geht auch mit wenigen Brocken Spanisch und einer Frisbee. Am See angekommen haben wir gemeinsam gegessen und ein paar Spiele aus Deutschland und Peru gespielt. Es hat super viel Spaß gemacht! Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, ging es am Nachmittag wieder an den Abstieg und zurück in die Stadt. Dort haben wir in der großen Markthalle unter kundiger Führung von Javi eingekauft (damit wir auch ja nicht zu viel bezahlen). Am Abend überraschten uns Jhon und Javi anlässlich Jenny’s Geburtstag mit einem kleinen Geburtstagskuchen 😉.

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Zum Glück kümmern sich die Mitglieder des Caway ganz lieb um uns und helfen uns in der fremden Stadt zurechtzukommen (Was kostet ein Taxi? Wo gibt es Simkarten und Zahnpasta? Erklärungen auf Spanisch, …). Wir fühlen uns jetzt schon sehr wohl hier und freuen uns auf die kommenden Tage und Wochen. Wir halten Euch auf dem Laufenden… 😉

Grüße aus Huaraz vom AbenteuerAnden-Team.

Aufbaumodul Hochtouren!

Was wäre ein Jahr als jdav-Jugendleiter/in ohne Fortbildung?! Und was liegt denn
näher, als vor einem Projekt in Peru eine Fortbildung zum Thema Hochtouren zu
machen. Das haben sich auch Mo und Lea gedacht und so gings nach kurzer
Verschnaufpause von unserem Vorbereitungstreffen in Freiburg los in Richtung
Sustenpass. In kleiner Gruppe aus 6 Jugendleiter/innen plus einem Teamer
sputeten wir uns, um vor dem Kugelhagel (Militärübung sei Dank) den ersten Teil
des Aufstieges zu schaffen. Von dort ging es dann gemütlich und bei schönstem
Sonnenschein für 6 Tage auf die Tierberglihütte. Der nächste Tag war erst
einmal vollgepackt mit Übungen zum Anseilen, zum T-Anker buddeln und zur
Spaltenbergung. Es ist schon immer wieder cool, dass mal wieder an der „echten
Spalte“ auszuprobieren. Für den nächsten Vormittag war dann auch schon eine
Tour geplant. Also um 6 Uhr aufstehen und los in Richtung Gwächtenhorn. Da die
Schneemengen eher an’s Frühjahr erinnert haben und auch noch einige
Skitourengänger unterwegs waren, mussten wir uns um Spalten keine allzu
großen Sorgen machen. Nach einem zweiten Frühstück auf dem Gipfel machten
wir uns an den Abstieg, damit wir den Nachmittag noch frei für Fix- und
Geländerseilübungen hatten. Danach konnten wir uns wie jeden Abend den
Bauch mit dem leckeren Essen vollschlagen (so eine 4-Gänge-Halbpension hat
schon was 😛 Auch für den nächsten Tag planten wir eine Tour auf den Mittleren
Tierberg und von dort auf den Hinteren Tierberg. Zu Beginn war auch alles super
und wir kamen gut durch. Leider verschlechterte sich dann zunehmend das
Wetter, so dass wir zeitweilig in einer dichten Nebel- und Wolkensuppe standen.
Als auch noch Wind dazukam wurde es ziemlich schnell ungemütlich kalt.
Besonders die Schuhe waren in der Nacht gar nicht getrocknet und so
schwammen die Füße der meisten im Schneeschmelzwasser vom letzten Tag.
Auch der Grat war nicht gerade einladend… ein Gemisch aus brüchigem Fels und
Eis unter Schnee…so dass wir ihn zwar noch ein Stück ausprobierten, dann aber
umdrehten. Aber der Mittlere Tierberg ist ja auch so ein toller Gipfel ohne seinen
großen Bruder. Am Nachmittag haben wir uns bei Rutschübungen im Schnee und
Frontalzackentechnik im Eis nocheinmal komplett durchweicht und haben danach
das leckere Abendessen und die zusätzlichen Nachtische des Hüttenteams
genossen. Unseren vorletzten Tag haben wir wieder mit einer Tour eingeleitet. Da
dies keine tagesfüllende Aktion sein sollte, haben wir uns für einige Felsköpfe
zwischen Gwächten- und Sustenhorn entschieden. Doch auch hier: bröseligster
Fels vom feinsten, bäh. Da war der Abstecher durch den Gletscherbruch im
Abstieg schon spannender. Wir wurmten uns also als große 7-er Seilschaft dadurch,
hüpften Cat(wo)men-like über Absätze und zogen unseren Teamer aus der Spalte.
Eigentlich hatten wir einfach ziemlich viel Spaß. Die gute Laune nahmen wir auch
auf unser Abschlusstourchen auf den kleinen Tierberg mit, welches wir mit einer
großen Session Selbstrettung aus der Spalte beendeten. Da unserem Teamer der
überwächtete Spaltenrand offensichtlich noch nicht schwierig genug war, flogen
so etliche Schneebälle durch die Gegend. Leider mussten wir danach auch schon
wieder Abschied von der Hütte nehmen und uns auf in’s Tal machen. Dort unten
hatte uns dann der Sommer wieder und wir konnten vor der Heimreise sogar
noch ein Bad im Bach nehmen.
Auf jeden Fall eine tolle Woche, nicht nur als Vorbereitung auf Peru. Ein großes
DANKESCHÖN an das Hüttenteam (für die vielen Extra-Nachtische), an unseren
Teamer (weniger für die Schneebälle, sondern mehr für den ganzen Input) und an
die anderen Jugendleiter/innen (ihr seid echt cool!). Was soll jetzt noch
schiefgehen in Peru?!