Wallis-Action

Yeah, endlich war es soweit. Das Wetter im Hochtouren-Mekka „Wallis“ war zwar nicht mega perfekt gemeldet, aber immerhin mit am Besten im ganzen Alpenraum. Somit konnten wir unser letztes Vorbereitungswochenende (05.-07.07.) endlich dazu nutzen wirklich mal auf „Hochtouren“ zu kommen 😛

Nach einigen Alternativvorschlägen stand unser Ziel fest. Der Dom, mit 4545m der höchste innerschweizer Berg, sollte es sein. Freitags Anreise und Aufstieg zur Domhütte, Samstag Akklimatisierungstour auf die Hohgwächte 3740m und Sonntag Aufstieg zum Dom und alles wieder runter. Klingt ambitioniert? War es auch 😀

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Hinten v.l.n.r.: Toby, Bianca, Jenny, Mo, Maike. Vorne v.l.n.r.: Konsti, Jens, Lea, Lenka.

Wir reisten in zwei Gruppen an, der Freiburger „Westflügel“ mit  Jenny, Lenka, Mo, Toby und Maike und die Ulmer „Ostfraktion“ mit Lea, Bianca, Konsti und bei Konstanz aufgegabeltem Jens.

Da wir von den Biwakplänen, zwecks relativ sicherer Gewitterentwicklung absahen, ließen wir es uns nicht nehmen wenigstens „Selbstverpflegung“ auf der Hütte zu betreiben. Also wurde Pesto in nicht ganz auslaufsichere Tüten gefüllt, Couscous verpackt und weitere delikate Snacks den Berg hochgehieft. Man gönnt sich ja sonst nichts und schwer ist Hochtourengepäck ja sowieso kaum…

 

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1500hm und einige Stunden später genossen wir gemeinsam das geniale Alpenpanorama (Weißhorn und Matterhorn zeigten sich von ihrer schönsten Seite). Leider verschlechterten sich die Wetteraussichten nun zunehmend, aber wir sahen keine andere Option als die Hohgwächte zwecks Akklimatisierung, für den nächsten Tag. Gesagt,getan.

Nicht allzu früh starteten wir, gegen 6 Uhr, unsere Tour. Zuerst einfach über Schotter und Geröll, dann zunehmend wegloser bis wir die Steigeisen anziehen mussten. Nach einigen 100 Hm bogen wir auf eine schön begehbare Schneezunge ab, Richtung Hohgwächte. Auf dem Gipfel angekommen (wir legten noch einen Umweg durch schönen Felsbruch ein) hatten wir eine geniale Aussicht auf das Festijoch, den Festigrat sowie den Dom und die umliegende Bergwelt. Unten waren wir fix und nutzen noch den aperen Gletscherbruch für eine kleine Übungseinheit. Die restliche Zeit des Tages, verbrachten wir mit unliebsamen Themen wie Expedversicherung (Wer wird wie versichert?) und der Reiseapotheke (Was muss wirklich mit?). Als das geschafft war, checkten wir noch einmal das Wetter und stellten mit Bedauern fest, dass – entgegen der Hütten-Gerüchteküche- das Wetter richtig instabil sein sollte. Starke Gewitter in der Nacht sowie im Tagesverlauf machten nicht gerade Lust auf A) Rumeiern auf einem ziemlich großen Gletscher und B) Abhängen in einem Drahtseilversicherten Steig, den es beim langen Abstieg zu bewältigen galt. Keiner von uns wollte vom Blitz gegrillt werden 😛

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Somit entschieden wir schweren Herzens, dass wir Sonntag absteigen würden. Gesagt, getan. Am morgen packten wir unser Geraffel und schafften es gerade noch rechtzeitig aus dem Steig heraus unter einen immens großen Boulder, der als Unterstand diente. Dort überstanden wir das Gröbste und machten uns weiter auf in Richtung Randa.

In dem kleinen Bergdorf angekommen teilten sich unsere Wege vorerst. Ein Teil der Crew fuhr mit dem Auto zurück. Jenny, Maike, Mo und Toby trampten nach Visp (das geht richtig gut ;)) um von dort den Zug zu nehmen den sie, leider erst 6 h später gebucht hatten. Zum Glück waren die Schaffner der Schweizer UND der Deutschen Bahn, gut drauf und ließen uns sogar mit unserem SuperSpar Preis, frei unsere Züge wählen. Wie cool ist das denn !?

Abschließend kann man sagen, dass wir zwar gipfeltechnisch nicht alles erreicht haben, was wir uns vorgenommen hatten, aber die gemeinsame Hochtour war Gold wert und wir wissen nun das die Entscheidungsfindung in einer 9er! Gruppe auf Hochtour recht intensiv sein kann und kleine Gruppen umso effizienter voran kommen 😀

Peru kann kommen. Der Countdown läuft. Am Mittwoch (24.07.19) treffen wir uns alle in Frankfurt in einer coolen Unterkunft um die letzten gemeinsamen Dinge zu packen (an dieser Stelle schonmal ein riesen Dankeschön an Tobys Dad!).

Bis bald,

euer AbenteuerAnden-Team.

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