Aufbaumodul Hochtouren!

Was wäre ein Jahr als jdav-Jugendleiter/in ohne Fortbildung?! Und was liegt denn
näher, als vor einem Projekt in Peru eine Fortbildung zum Thema Hochtouren zu
machen. Das haben sich auch Mo und Lea gedacht und so gings nach kurzer
Verschnaufpause von unserem Vorbereitungstreffen in Freiburg los in Richtung
Sustenpass. In kleiner Gruppe aus 6 Jugendleiter/innen plus einem Teamer
sputeten wir uns, um vor dem Kugelhagel (Militärübung sei Dank) den ersten Teil
des Aufstieges zu schaffen. Von dort ging es dann gemütlich und bei schönstem
Sonnenschein für 6 Tage auf die Tierberglihütte. Der nächste Tag war erst
einmal vollgepackt mit Übungen zum Anseilen, zum T-Anker buddeln und zur
Spaltenbergung. Es ist schon immer wieder cool, dass mal wieder an der „echten
Spalte“ auszuprobieren. Für den nächsten Vormittag war dann auch schon eine
Tour geplant. Also um 6 Uhr aufstehen und los in Richtung Gwächtenhorn. Da die
Schneemengen eher an’s Frühjahr erinnert haben und auch noch einige
Skitourengänger unterwegs waren, mussten wir uns um Spalten keine allzu
großen Sorgen machen. Nach einem zweiten Frühstück auf dem Gipfel machten
wir uns an den Abstieg, damit wir den Nachmittag noch frei für Fix- und
Geländerseilübungen hatten. Danach konnten wir uns wie jeden Abend den
Bauch mit dem leckeren Essen vollschlagen (so eine 4-Gänge-Halbpension hat
schon was 😛 Auch für den nächsten Tag planten wir eine Tour auf den Mittleren
Tierberg und von dort auf den Hinteren Tierberg. Zu Beginn war auch alles super
und wir kamen gut durch. Leider verschlechterte sich dann zunehmend das
Wetter, so dass wir zeitweilig in einer dichten Nebel- und Wolkensuppe standen.
Als auch noch Wind dazukam wurde es ziemlich schnell ungemütlich kalt.
Besonders die Schuhe waren in der Nacht gar nicht getrocknet und so
schwammen die Füße der meisten im Schneeschmelzwasser vom letzten Tag.
Auch der Grat war nicht gerade einladend… ein Gemisch aus brüchigem Fels und
Eis unter Schnee…so dass wir ihn zwar noch ein Stück ausprobierten, dann aber
umdrehten. Aber der Mittlere Tierberg ist ja auch so ein toller Gipfel ohne seinen
großen Bruder. Am Nachmittag haben wir uns bei Rutschübungen im Schnee und
Frontalzackentechnik im Eis nocheinmal komplett durchweicht und haben danach
das leckere Abendessen und die zusätzlichen Nachtische des Hüttenteams
genossen. Unseren vorletzten Tag haben wir wieder mit einer Tour eingeleitet. Da
dies keine tagesfüllende Aktion sein sollte, haben wir uns für einige Felsköpfe
zwischen Gwächten- und Sustenhorn entschieden. Doch auch hier: bröseligster
Fels vom feinsten, bäh. Da war der Abstecher durch den Gletscherbruch im
Abstieg schon spannender. Wir wurmten uns also als große 7-er Seilschaft dadurch,
hüpften Cat(wo)men-like über Absätze und zogen unseren Teamer aus der Spalte.
Eigentlich hatten wir einfach ziemlich viel Spaß. Die gute Laune nahmen wir auch
auf unser Abschlusstourchen auf den kleinen Tierberg mit, welches wir mit einer
großen Session Selbstrettung aus der Spalte beendeten. Da unserem Teamer der
überwächtete Spaltenrand offensichtlich noch nicht schwierig genug war, flogen
so etliche Schneebälle durch die Gegend. Leider mussten wir danach auch schon
wieder Abschied von der Hütte nehmen und uns auf in’s Tal machen. Dort unten
hatte uns dann der Sommer wieder und wir konnten vor der Heimreise sogar
noch ein Bad im Bach nehmen.
Auf jeden Fall eine tolle Woche, nicht nur als Vorbereitung auf Peru. Ein großes
DANKESCHÖN an das Hüttenteam (für die vielen Extra-Nachtische), an unseren
Teamer (weniger für die Schneebälle, sondern mehr für den ganzen Input) und an
die anderen Jugendleiter/innen (ihr seid echt cool!). Was soll jetzt noch
schiefgehen in Peru?!

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